Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau
Impressionen
Beschreibung:
Als das Konzentrationslager Dachau bereits Ende März 1933, also nur wenige Wochen nach der Machtübernahme Adolf Hitlers, eröffnet wurde, wusste noch niemand, dass es das einzige Konzentrationslager bleiben sollte, das volle 12 Jahre bis zum Ende der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten Bestand hatte. Außerdem galt es nicht zuletzt durch das angrenzende SS-Ausbildungslager auch als Prototyp für unzählige Lager in Deutschland und Europa.
Als das Areal Ende April 1945 von US-amerikanischen Truppen befreit wurde, waren mehr als 200.000 Gefangene dort gedemütigt worden, und mindestens 41.500 Menschen hatten ihr Leben verloren. Dass wir heute diesen historischen Ort besuchen können, verdanken wir der Initiative und Beharrlichkeit einiger Überlebenden.
Während unseres Rundganges auf dem Gedenkstättengelände versuchen wir, den durch Hunger, Krankheit, Willkür und Tod geprägten Alltag der Häftlinge zu verstehen, ohne dabei die Frage nach dem „Wie war das möglich?“ aus den Augen zu verlieren, auch und gerade weil sie bis heute nicht an Aktualität verloren hat.
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Während wir versuchen, den typischen Weg eines Gefangenen von Ankunft über Registrierung, Arbeitsalltag, Lebensbedingungen, Strafe, Krankheit oft leider bis zum Tod nachzuverfolgen, konzentrieren wir uns immer auch auf die unterschiedlichen Aspekte der NS-Ideologie und deren Verankerung im System der Konzentrationslager. Überhaupt wird die Rolle Dachaus in einem komplexen Gefüge aus um die 1000 Arbeits- und Vernichtungslager beleuchtet. Auch die durchaus facettenreiche Geschichte des Geländes wird während unseres Besuches eine Rolle spielen.
Ein weiterer zentraler Bestandteil der Führung ist das Gedenken und Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus. Sowohl das internationale Mahnmal von Nandor Glid als auch unterschiedliche religiöse Gedenkorte laden dazu ein, sich mit den Verbrechen dieser Zeit auseinanderzusetzen und sich der Frage zu stellen, wie man selbst dazu beitragen kann, eine Wiederholung dieser Geschichte zu verhindern – nie wieder!
Auf einen Blick:

Das Wichtigste in Kürze:
Treffpunkt:
nach Absprache entweder vor Ort am Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte in Dachau (S2 Richtung Dachau/Petershausen bis Bahnhof Dachau; weiter mit dem Bus Nr. 726 direkt bis zur Gedenkstätte)
oder in der Innenstadt Münchens
Dauer:
bei Treffpunkt vor Ort ca. 2,5 bis 3 Stunden. Bei gemeinsamer Anreise von München muss man ca. 5 Stunden einplanen
Wegstrecke:
ca. 2 km
Gruppengröße:
max. 25 Personen
Maßgeschneidert:
gerne kombiniere ich diese Führung mit meinem Rundgang „Hauptstadt der Bewegung“, um auch die Jahre vor dr Eröffnung des Konzentrationslagers zu beleuchten
Mitglied des Münchner Gästeführer Verein e.V.
Mitglied der TIM Tourismus Initiative München
„Wir waren als Klasse am Montag, 02.02.2026, den ganzen Tag mit Grit unterwegs. Obwohl wir am Morgen etwas apathisch waren, was vermutlich an der Sprache lag (wir sind aus der Schweiz!), sind wir mit Grit schnell warm geworden. Ihre Art, wie sie Geschichte lebendig werden lässt und wie man merkt, dass das genau das ist, was sie machen sollte, ist eindrücklich. An jeder unserer Stationen, sei es in der Stadt selber, oder dann am Nachmittag in Dachau, hat sie uns gleichzeitig so viel Neues mitgegeben, wobei sie immer immersiv blieb und versucht hat, uns alles ein bisschen näher zu bringen, zum Beispiel mit persönlichen Anspielungen. Alles chronologisch, was wir extrem geschätzt haben. Der ganze Tag war lang, jedoch unglaublich informativ. Wir haben sehr viel gelernt und schätzen deine Arbeit! Vielen lieben Dank!“
Emma Minder Schülerin in einer gymnasialen Abschlussklasse aus der Schweiz, Februar 2026
Meine Tipps für vor und nach unserer Tour:
Eine Tour durch die Gedenkstätte ist sehr intensiv und damit auch etwas anstrengend.
Eigentlich sollte man danach auch noch der Altstadt von Dachau einen Besuch abstatten, wo man vom Schloss einen traumhaften Blick über München und die Region genießen kann. Außerdem bietet die Stadt nette Wirtshäuser und gemütliche Cafés.
Vor allem mit jungen Leuten fahre ich danach gerne zum Olympiagelände, wo man sich während eines Besuches mit der Gedenkstätte zum Olympiaattentat weiterhin mit dem Thema beschäftigen kann. Darüber hinaus bietet das Gelände aber viele Freizeitmöglichkeiten und ist durch die beeindruckende Kulisse der olympischen Spielstätten immer einen Besuch wert.
Häufig gestellte Fragen:
Kann unsere Gruppe während der Führung den Film im Ausstellungsbereich in Dachau sehen?
Gibt es eine Altersbegrenzung?
Kann man die Führung in Dachau mit einer Führung zum Thema „Hauptstadt der Bewegung“ in München kombinieren?
Noch fragen?
Schreiben Sie mir oder rufen Sie mich einfach an:
Grit Ranft
und der KZ-Gedenkstätte Dachau
