Guided tour of the Auer Dult
Impressions
Description:
Während unseres Spaziergangs gehen wir den Ursprüngen des heute so populären Marktes auf den Grund und verfolgen dessen Geschichte bis ins Mittelalter zurück. Um die Besonderheiten kennenzulernen, legen wir beim ein oder anderen Händler einen Stopp ein und verschaffen uns einen Überblick über das Sortiment. Mit etwas Glück treffen wir dabei sogar auf eines der beliebten Originale, die schon seit Jahrzehnten nicht mehr von der Dult wegzudenken sind.
Nach einem kurzen Besuch des Herzstücks auf dem Dultgelände, der neugotischen Mariahilfkirche, beschließen wir unseren Rundgang im Schaustellerbereich, wo die Nostalgie besonders deutlich spürbar ist und vielleicht sogar Kindheitserinnerungen wach werden lässt.
Dult ist eben Klut, sind Sie doch einfach mit dabei!
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Endlich, der Dreißigjährige Krieg ist vorbei, langsam erholt sich Bayern von diesen schrecklichen Jahren, die durch Kampfhandlungen, Besatzung, Pest, Hungersnot und Entsagung geprägt waren. Jetzt kann aus den Trümmern etwas ganz Neues erwachsen, ein neuer Stil, der die zurückgewonnene Lebensfreude auf unterschiedlichste Art und Weise zum Ausdruck brachte:
In Musik und Tanz, Mode, Malerei und eben auch in der Architektur – das barocke Zeitalter war angebrochen! Zunächst ist es der italienische Einfluss, der Dank der jungen Prinzessin Henriette Adelaide von Savoyen über die Alpen spült und München mit der südländischen Architektur ein ganz neues Gesicht gibt. Die heute fast sonnengelbe Theatinerkirche am Odeonsplatz ist dafür ein gutes Beispiel. In der nächsten Generation orientieren sich die absolutistischen Herrscher des Hauses Wittelsbach am Frankreich des Sonnenkönigs, der mit Versailles auch für das Schloss Nymphenburg und dessen Park Maßstäbe setzt. Doch nicht nur außerhalb der Stadt entstehen pompöse Gartenanlagen, auch in der Innenstadt wird fürstlich flaniert, und zwar im Hofgarten, wo man heute den Boule-Spielern in ganz entspannter Atmosphäre bei deren abendlichen Wettbewerben zuschauen kann.
Da lässt man sich natürlich als mehr oder weniger einflussreicher Adeliger nicht lumpen, zeigt, was man hat, und lässt die repräsentative Vorderfront seines neuen Palais von anerkannten Stuckateuren ornamentieren – dankenswerterweise können wir heute auf unserer Runde die damals nicht ganz günstigen Investitionen zum Beispiel am Preysing-Palais oder am Palais Holnstein bewundern und uns an Schnörkeln, Putten und kunstvollem Dekor erfreuen. Da spielt es auch keine Rolle, wenn der adelige Spross nicht standesgemäß, sondern lediglich aus einer amourösen Liaison zwischen fürstlichem Landesherrn und Maitresse hervorgegangen war. Das Repräsentationsbedürfnis war trotzdem ungebremst.
Above all, however, it was the Catholic Church that strove to demonstrate its power and influence through countless new construction and renovation projects, thus dissuading even the last doubters from austere Protestantism. At that time, the Baroque architectural style was an excellent marketing tool, conveying a vibrant and colorful image. And as you stumble from one church to the next in Munich, you can also marvel at how the initially heavy and rather colorless Italian style evolved into the light Baroque architecture so typical of Bavaria.
The Bavarian artists quickly learned the sophisticated techniques from their Italian and Flemish colleagues and matured into world-renowned architects, sculptors, and stucco artists. Most notably, of course, the Asam brothers, who created an impressive calling card for themselves with their private church and the adjoining house – naturally one of the highlights of our tour today.
Auf einen Blick:

The most important things in brief:
Meeting point:
am besten auf den Stufen vor dem Portal der Mariahilfkirche mitten auf dem Dultplatz;
den erreichen Sie entweder mit der Straßenbahn Tram Linie 18 oder mit dem Bus Nummer 52 und 62
Duration:
als 2 oder 3-stündige Tour buchbar
Distance:
approx. 1.5 km
Gruppengröße:
max. 20 Personen
Maßgeschneidert:
Sie würden gerne auf der Dult auch etwas verkosten – kein Problem! Sprechen Sie mich dazu einfach an, ich berate Sie gerne!
Member of the Munich Tourist Guide Association eV
Member of the TIM Tourism Initiative Munich
"Grit and I have known each other for a few years now. We met when she stopped by our Christmas market with her Schmankerln tours. There are some people who just click, and that was the case with Grit and me. I love her warm, fresh, direct, professional, and open manner.
Over time, a friendly relationship has developed that extends beyond the tours, which I greatly appreciate. It's always a highlight for me when she visits me with her guests or stops by for a private chat."
Markus Kaiser (Almond Hans)
My tips for before and after our tour:
Die Au ist auch ohne Dult immer einen Besuch wert! Deshalb können Sie vor oder nach unserer Tour einen Spaziergang durch dieses malerische Viertel machen. Entlang des Auer Mühlbachs oder entlang der Isar – das Wasser spielt dort historisch schon immer eine große Rolle!
Sollten Sie dann trotz Bratwurst auf der Dult nochmal hungrig werden, dann gibt es hier viele traditionelle Möglichkeiten für eine Einkehr: Entweder das Wirtshaus in der Au, der Schoberwirt oder das Ayinger am Mariahilfplatz sind alle gute Adressen für typisch Bayerisches Essen und eine gemütliche Atmosphäre.
Wenn es aber noch ein Museumsbesuch sein soll, dann ist das Deutsche Museum nur einen kurzen und schönen Spazierweg entfernt. Sie sehen also, die östliche Isarseite bietet durchaus viele Möglichkeiten, um dort einen ganzen Tag zu verbringen.
Frequently asked questions:
Ist ein Besuch der Mariahilfkirche während des Rundgangs möglich?
Wann findet die Auer Dult statt?
Maidult 25.4. – 3.5.
Jakobidult 25.7. – 2.8.
Kirchweihdult 17.10. – 25.10.
Can I have a snack during the tour?
Selbstverständlich! Auf der Auer Dult kann man sich bestens verköstigen, überall duftet es und von Süß bis Salzig ist alles dabei – sogar der legendäre Steckerlfisch der Fischer Vroni. Sprechen Sie mich einfach an, ich berate Sie gerne.
Still questions?
Write to me or just call me:
Grit Ranft
and the Dachau Concentration Camp Memorial
